Shincha 2026
grüne Melone
Umami
★★☆☆ / Adstringenz
★☆☆☆
Körper
★★☆☆ / Röstung
★☆☆☆
Cultivar und Hintergrundinfos
Tosa ist der alte Name der heutigen Präfektur Kôchi auf der Insel Shikoku. Tees aus Tosa sind der breiten Öffentlichkeit zwar kaum bekannt, genießen unter Teefachleuten jedoch einen guten Ruf. Im Wesentlichen sind es Bergtees, die normal gedämpft und nicht beschattet werden.
Aus Yabukita-Samen gezüchtet und 1967 registriert, gehört er zur Shizu-7000-Serie des Forschungszentrums der Präfektur Shizuoka mit der Nummer Shizu-7166. Zunächst verbreitete er sich als frühreifer Cultivar, wurde jedoch aufgrund seines besonderen Aromas, das von Fachleuten wenig geschätzt wurde, immer seltener. Genau das macht heute jedoch seinen Erfolg aus.
wie er duftet
Der Duft dieses Senchas aus Tosa ist zunächst pflanzlich, entwickelt jedoch schnell fruchtige Nuancen von Melonen und roten Beeren, die uns gleich in Erinnerung rufen, dass es sich hier um einen Yamakai-Cultivar handelt.
wie er schmeckt
Am Gaumen präsentiert sich ein ausgewogener Aufguss mit einer leichten Umami- und einer leicht herben Note, was den Charakter eines echten Senchas unterstreicht. Auch die Geschmacksnoten von grüner Melone und subtilen Himbeer-Nuancen bleiben für Yamakai typisch. Der Abgang ist langanhaltend und etwas süßlich.
Der erste Aufguss bietet ein volles Aroma, gleichzeitig geschmacksintensiv und aromatisch, mit einem mineralischen Touch.
Die folgenden Aufgüsse werden leichter, erfrischender, mit weniger Umami, aber auch weniger Adstringenz, sind aber immer noch aromenreich.
Gesamtfazit
Ein sehr angenehmer Sencha, der geschmacklich und von der Intensität her gut ausgewogen ist und dabei Yamakai in eine pflanzlich-grüne und erfrischende Richtung führt.
Steckbrief
Art des Tees: Futsumushi Sencha (Standard Dämpfung)
Herkunft: Präfektur Kôchi, Kreis Takaoka, Gemeinde Sakawa, Kuroiwa
Cultivar: Yamakai
Ernte: 22. April 2026