NEU [Pestizidfreier Anbau]
Fleischsaft, Nüsse
Umami
★★☆☆ / Adstringenz
☆☆☆☆
Körper
★★★☆ / Röstung
★★☆☆
Cultivar und Hintergrundinfos
Tamaryokucha ist eine vergleichsweise junge Teesorte in der Geschichte des japanischen Tees. Sie wurde in den 1920er Jahren für den Export in die muslimischen Länder der Sowjetunion und in den 1950er Jahren für den Export in den Maghreb entwickelt. Es handelt sich um einen gedämpften Grüntee, der anders als Sencha gerollt und getrocknet wird, daher nicht dessen nadelartige Form aufweist und somit den in diesen Exportmärkten konsumierten chinesischen Kamairi-Grüntees ähnlich sein sollte.
Heute wird Tamaryokucha hauptsächlich auf Kyûshû hergestellt, insbesondere in Ureshino und Sonogi. Anders als die meisten dieser Tees, die heute beschattet angebaut werden, wird dieser Tee aus Ureshino ohne Beschattung angebaut.
Der Cultivar Oku-Midori ist ein recht verbreiteter, spätreifender Cultivar, der wegen seiner Farbe, vor allem aber wegen seiner Milde sehr geschätzt wird.
wie er duftet
Dieser Oku-Midori Tamaryokucha zeichnet sich durch ein intensives, sehr süßes Aroma mit subtilen blumigen und fruchtigen Nuancen aus.
wie er schmeckt
Er bietet einen vollen und sehr runden Auftakt mit einem sehr ausgeprägten Umami, das jedoch schnell zugunsten eines erfrischenden Geschmacks zurücktritt. Die Aromen sind leicht holzig, mit jenem leichten Röstduft, der für Tamaryokucha typisch ist. Der Abgang ist zart und süß.
Die folgenden Aufgüsse bleiben sehr rund, mit mehr Vanillenoten, sind aber dennoch überraschend fließend und erfrischend.
Gesamtfazit
Dieser Tamaryokucha bleibt über alle drei Aufgüsse hinweg ziemlich konstant und hinterlässt stets einen schönen Eindruck am Gaumen und in der Nase. Wie so oft bei Oku-Midori dürfte dies ein Tee sein, der von den Allermeisten geschätzt wird.
Steckbrief
Teesorte: Mushi-sei Tamaryokucha (Guri-cha)
Herkunft: Präfektur Saga, Ureshino-Stadt, Gemeinde Ureshino, Tonmatsu
Cultivar: Oku-midori
Ernte: 6. Mai 2026