NEU [Pestizidfreier Anbau]
Gekochter Reis, Mais
Umami
★☆☆☆ / Adstringenz
☆☆☆☆
Körper
★☆☆☆ / Röstung
★★☆☆
Cultivar und Hintergrundinfos
Wie der Name schon verrät, ist Sayama-Midori ein Cultivar aus dem Forschungszentrum der Präfektur Saitama. Er gehört zu den ersten fünfzehn Tee-Cultivaren, die überhaupt registriert wurden – das war 1953. Gezüchtet wurde er aus Samen einheimischer Teepflanzen aus Uji. Früher fand man ihn im ganzen Land, heute ist er eine Rarität, weit weniger verbreitet als etwa Sayama-Kaori – der im Übrigen ganz anders ist.
Dieser Tee stammt von einer etwa 500 Meter hoch gelegenen Plantage in Ureshino in der Präfektur Saga.
Lange Zeit war Ureshino für seinen Kamairicha berühmt, heute wird dort vor allem gedämpfter Tamaryokucha hergestellt – und davon ist der Großteil beschattet und vom Typ Fukamushi (besonders lange gedämpft). Dieser hier ist dagegen unbeschattet und normal gedämpft, womit er dem ursprünglichen Tamaryokucha näherkommt.
wie er duftet
In der Nase verrät sich der Sayama-Midori deutlich durch Noten von gekochtem Reis und Mais. Dazu kommt dieser wohlig-warme Eindruck, der so typisch für Tamaryokucha ist.
wie er schmeckt
Am Gaumen findet man diese Aromen ebenso deutlich wieder. Der Aufguss ist rund und fließend, samtweich und leicht süßlich. Umami macht sich dezent bemerkbar, Adstringenz gibt es keine.
Im Abgang bleibt eine leichte, angenehme Süße; insgesamt wirkt der Tee eher erfrischend.
Gesamtfazit
Dieser Sayama-Midori-Tamaryokucha hat einen klar erkennbaren aromatischen Charakter und eine schöne Rundheit – ein Tee, der Kenner ebenso begeistert wie Einsteiger.
Steckbrief
Teesorte: mushi-sei tamaryokucha (guri-cha)
Herkunft: Präfektur Saga, Stadt Ureshino, Ureshino
Cultivar: Sayama-midori
Ernte: 14. May 2026